Schulen und Bildungswesen

Schulen und Bildungswesen

Auch wenn der Emslandplan nicht direkt Schulen und das Bildungswesen gefördert hat, war das Thema in dieser Zeit drückend. Im Emsland gab es an vielen Stellen schlecht ausgebaute Dorfschulen, die Wege dorthin für die Schüler zum Teil weit. „Bei Sonnenschein und Regen immer auf weiten Wegen“ hieß es bspw. auf der Emsland-Ausstellung im Jahr 1951. Dort wurde der Frage der Schulentwicklung eine ganze Abteilung gewidmet. Auf einem Plakat hieß es bspw. „Aus eigenen Mitteln baute das Emsland neuzeitliche Schulen aber … Die Mittel reichen nicht.“ Grund war auch, dass die Zahl der Schüler, insbesondere den Zuzug von Heimatvertriebenen und Ostflüchtlingen, weiter wuchs und die geburtenstarken Jahrgänge in den 1940er- und 1950er in die Schule kamen. Auch der Raumordnungsplan von Richard Hugle hatte auf dieses Problem aufmerksam gemacht. Die zum Teil heruntergekommenen Schulen waren auch nicht sonderlich attraktiv für künftige Lehrer. Das Emsland galt über viele Jahre als unattraktiv und Lehrer fühlten sich mitunter regelrecht verbannt. Erst mit dem Erschließungswerk sollten sich die Umstände bessern.