Richard Hugle
Richard Hugle war eine der Personen, die sich um die Erschließung des Emslandes besonders bemüht hat. Er war Bezirksplaner in Osnabrück und widmete sich besonders dem Emsland. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatte er Pläne zur Erschließung des Emslandes ausgearbeitet. 1950 legte Hugle schließlich den „Raumordnungsplan für das Hannoversche Emsland“ vor. In diesem Werk hatte er die Probleme des Emslandes sowie Potentiale zur Erschließung formuliert. Das Werk war im April 1950 kurz vor dem Bundestagsbeschluss zum Emslandplan (5. Mai) erschienen. Johann Dietrich Lauenstein, Geschäftsführer der Emsland GmbH, hielt die Pläne dort für nicht ausgereift. Dies ist wohl auch mit der Konkurrenz zwischen der Emsland GmbH und der Bezirksplanung in Osnabrück zu erklären, die eigentlich für die Emslanderschließung zuständig gewesen wäre.
Hugle selbst war auch nicht auf geradem Wege zur Raumplanung gekommen. Ursprünglich hatte er eine Ausbildung zum Buchhändler absolviert und Germanistik, Philosophie, Geschichte und Sozialwissenschaften in Münster studiert. 1925 war er Leiter des Presse- und Verkehrsamtes der Stadt Osnabrück, nach Entlassung durch die Nationalsozialisten ab 1933 Landesplaner unter Regierungspräsident Bernhard Eggers. Später wurde er auch als Soldat im Zweiten Weltkrieg eingesetzt.
In dem neuerschienenen 130. Band der Osnabrücker Mitteilungen hat Christof Haverkamp sich mit der Biografie Hugles näher auseinandergesetzt. Der Band kann u. a. in der Bibliothek des Emsländischen Heimatbundes eingesehen werden.
