Ölfelder beiderseits der Grenze

Ölfelder beiderseits der Grenze

Auf der Grenze zwischen dem Emsland und den Niederlanden stehen nicht nur Staatsgrenzsteine aus drei Jahrhunderten, sondern auch andere Markierungen.
1948 erhielt der Erdölkonzern NAM (Nederlandse Aardolie Maatschaappij) die Konzession zur Förderung von Erdöl in den Provinzen Drenthe und Groningen. Die Eckpunkte der Fördergebiete wurden durch Betonsteine mit dem Zeichen der NAM markiert. Die letzte erhaltene Markierung dieser Art steht im Naturpark Moor direkt auf der Staatsgrenze in der Höhe von Weiteveen.
 
Die Ölvorkommen im Emsland weckten nach dem Zweiten Weltkrieg niederländische Forderungen nach Gebieten jenseits der Grenze. Nicht zuletzt mit dem Emslandplan trat Deutschland diesen Forderungen entgegen.
Die Erdölindustrie trug in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich zum wirtschaftlichen Aufstieg des Emslandes und dem Südosten der Provinz Drenthe bei.
 
Durch die Entwässerung, den Torfabbau und die Kultivierung des Bourtanger Moores war das gesamte Bodenniveau mitsamt dem Stein im Laufe der Jahrzehnte um etwa anderthalb Meter abgesackt. 2015 wurde er auf der Originalhöhe von 1948 neu aufgestellt.