Frühe Moorkultivierung

Frühe Moorkultivierung

Die ersten Schritte zur Moorkultivierung im Emsland gab es bereits im 17. Jahrhundert. Dafür wurden nach niederländischem Vorbild Fehnsiedlungen geplant, wovon Papenburg die erste war. Der Bedarf an Torf als Heizmittel in den Städten wie Emden oder Groningen war enorm. Das Emsland gehörte damals in weiten Teilen zum Niederstift Münster. Unter dem letzten Fürstbischof Maximilian Franz von Österreich wurden 16 neue Siedlungen im Moor gegründet. Ziel war dabei das Steueraufkommen zu erhöhen. Angeworben wurden für die neuen Siedlungen im Moor vor allem Heuerleute und Menschen aus armen Schichten. Ihnen standen mühselige Jahre bevor, um das Moor urbar zu machen. Die Moorkultivierung änderte die Struktur der Region. Wer alte Karten aus dem 17. oder 18. Jahrhundert studiert, findet für das Emsland weite Moorgebiete und unwirtliche Regionen eingezeichnet. Die Kultivierung im 17. und 18. Jahrhundert war der erste Schritt. Das Moor wurde damals entwässert und oftmals schlicht abgebrannt, um später darauf Buchweizen säen zu können.